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2. Prolog
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Fuer
Walter Rieger
in Dankbarkeit

.. 800 Stunden für ein Bild?

Bereits 1996 beschäftigte ich mich erstmals mit Schwänen im regulären Parkett und "tanzte" mit ihnen verschiedene Kompositionen. Das hier vorgestellte Bild "Schwan - von der Linie zur Fläche" sieht einfach und in sich geschlossen aus, worüber ich glücklich bin. Daß etwa 800 Stunden an konzentrierter graphischer Arbeit darin stecken, sieht der flüchtige Betrachter nicht.
Da die Aufgabenstellung und die Lösungen gestalterisch und auch technisch recht komplex sind, will ich hier zum besseren Verständnis die einzelnen Arbeitsschritte in der Hoffnung erklären, daß somit auch der Laie einen Zugang findet, der ihm ein tieferes Verständnis ermöglicht und seinen Spaß bei der Betrachtung steigert

Warum projiziere ich so viel Energie in ein einzelnes Bild?

Der Gedanke, daß Arbeit auch geistige Energie materialisiert, fasziniert mich. Analog zu Materie, die eine andere Form der Energie ist und ihren Zustand ewig wechseln kann, versuche ich in meinen Bildern neben Ideen und Spielen auch Energie zu binden. Früher nannte ich diesen Vorgang "Zeit materialisieren". Mein Bestreben ist, möglichst viel Energie in einem Bild zu konzentrieren.

Ich träume von Bildern mit 100.000 Stunden oder dem Zehn- ja Tausendfachen, geschaffen von Menschen über Generationen hinweg. Mit diesen Bildern werden "wir" ihnen angemessene Räume gestalten, die uns helfen in die Ewigkeit einzutauchen.

Abbildung 1: "Schwan - Von der Linie zur Fläche" Größe des Originals etwa 65 cm x 65 cm

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